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Betreuung

Mit der DGUV Vorschrift 2 (DGUV V2) “Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit” gibt es erstmals eine einheitliche und gleich lautende Vorgabe zur Konkretisierung des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG). Die Vorschrift beschreibt neben der erforderlichen Fachkunde vor allem die Aufgaben der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung sowie die verschiedenen Betreuungsmodelle.

Was hat sich durch die DGUV V2 geändert?

Unternehmer erhalten durch die neue DGUV V2 mehr Flexibilität bei der Erfüllung der rechtlichen Pflichten im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie werden hinsichtlich der Ausgestaltung der sicherheitstechnischen und betriebsärztlichen Betreuung stärker in die Verantwortung genommen, sich mit Sicherheit und Gesundheit in ihren Unternehmen auseinanderzusetzen.

Leistungsorientierter Ansatz

Die Aufgaben für die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung werden auf der Grundlage detaillierter Leistungskataloge ermittelt. Daraus lassen sich der notwendige Zeitaufwand und die personellen Ressourcen für die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsarzt ableiten. Ausgangspunkt sind stets die im jeweiligen Unternehmen vorhandenen Arbeitsbedingungen und Gefährdungen.

Unsere Lösung

Durch den Handlungsspielraum den die DGUV Vorschrift 2 im Bezug auf die Grundbetreuung und betriebsspezifische Betreuung der Unternehmen zulässt, können wir Ihnen ein individuelles und flexibles Betreuungskonzept auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung erstellen, das wir jährlich Ihren Bedürfnissen anpassen können.

bei Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

Die Betreuung in Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten besteht aus Grundbetreuung und anlassbezogener Betreuung. Die Grundbetreuung ist mindestens alle fünf Jahre regelmäßig zu wiederholen.

Die Grundbetreuung erfolgt durch Fachkraft für Arbeitssicherheit oder den Betriebsarzt. Sie umfasst die Erstellung beziehungsweise Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung und die Ableitung von Maßnahmen hieraus.

Neben der Grundbetreuung lässt sich der Unternehmer bei besonderen Anlässen durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit oder einen Betriebsarzt betreuen. Zu dieser anlassbezogenen Betreuung kann gehören:

  • Planung, Errichtung, Instandhaltung und Änderung von Betriebsanlagen, Betriebsstätten oder der Betriebsorganisation
  • Einführung neuer oder grundlegende Veränderung vorhandener Arbeitsmittel, die ein erhöhtes Gefährdungspotenzial zur Folge haben
  • Einführung neuer oder Änderung von Arbeitsverfahren
  • Gestaltung neuer beziehungsweise Änderung vorhandener Arbeitsplätze und -abläufe
  • Einführung neuer Arbeitsstoffe beziehungsweise Gefahrstoffe
  • Einführung oder Erprobung von Persönlicher Schutzausrüstung
  • Beratung der Beschäftigten über besondere Unfall- und Gesundheitsgefahren
  • Untersuchung von Unfällen und Berufskrankheiten
  • Erstellung von Notfall- und Alarmplänen
  • Beschaffung neuer oder gebrauchter Fahrzeuge
  • Zusammenarbeit mit Fremdunternehmen

für Unternehmen ab 11 Beschäftigen

Die “Regelbetreuung” für Unternehmen ab 11 Beschäftigte setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen, aus der Grundbetreuung und der betriebsspezifischen Betreuung. Für die Grundbetreuung legt die DGUV V2 fixe Einsatzzeiten fest. Dabei ist jedes Unternehmen einer Gruppe zugeordnet, je nach Gefährdungssituation im Unternehmen zugeordnet.

Gefährdungsgruppen

  • Gruppe I Einsatzzeit 2,5 Std./Jahr je Beschäftigtem
  • Gruppe II Einsatzzeit 1,5 Std./Jahr je Beschäftigtem
  • Gruppe III Einsatzzeit 0,5 Std./Jahr je Beschäftigtem

Den betriebsspezifischen Teil der Betreuung ermittelt der Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt auf der Basis des Leistungskatalogs gemäß der Vorgaben DGUV V2. Dabei beurteilt er, welche Aufgaben über die Grundbetreuung hinaus in seinem Unternehmen anfallen.

Haben Sie in Ihrem Unternehmen mindestens einen und höchstens 50 Beschäftigte, können Sie sich anstelle der Regelbetreuung für eine alternative Betreuungsform, dem sogenannten Unternehmermodell, entscheiden. Eine Grundvoraussetzung für Ihre Teilnahme an der alternativen Betreuung ist die Maßgabe, dass Sie aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden sind und in Sachen Arbeitsschutz eigenverantwortlich handeln.

Dafür müssen Sie sich die notwendigen Kenntnisse aneignen, um

  • eine Arbeitsschutz-Organisation in Ihrem Betrieb aufzubauen,
  • Gefährdungspotentiale zu erkennen,
  • selbständig Lösungen zu entwickeln sowie
  • bei Bedarf Beratung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit